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Google Takeout: Metadaten-Tools und Alternativen im Vergleich
Stand: März 2026 · Lesezeit: 12 Minuten
Du hast deine Fotobibliothek aus Google Fotos mit Takeout exportiert. Jetzt hast du einen Stapel ZIP-Dateien, Tausende rätselhafte JSON-Begleitdateien und Fotos, die alle das heutige Datum anzeigen statt ihres Aufnahmedatums. Du brauchst ein Tool, das das in Ordnung bringt.
Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: leistungsfähige Kommandozeilen-Tools, Browser-Erweiterungen und spezialisierte Desktop-Apps. Wir haben sie alle getestet. Hier erfährst du, was die einzelnen Tools gut können, wo ihre Grenzen liegen und welches zu deiner Situation passt.
Die Tools im direkten Vergleich
Hier findest du den Überblick. Weiter unten gehen wir auf jedes Tool im Detail ein.
| GPTH | GoogleTakeoutFixer | Snapback | Proper Takeout | Metadata Fixer | |
|---|---|---|---|---|---|
| Typ | Kommandozeile / ausführbares Programm | Desktop-App (grafische Oberfläche) | Chrome-Erweiterung | Chrome-Erweiterung | Desktop-App |
| Preis | Kostenlos | Kostenlos | Kostenlos | 24,99 Euro | 39 US-Dollar (lebenslange Lizenz) |
| Quelloffen | Ja | Ja | Nein | Nein | Nein |
| Technische Basis | Dart | Go | JavaScript | JavaScript | Electron + ExifTool |
| ZIP-Dateien direkt verarbeiten | Nein | Nein | Entfällt (Download-Tool) | Entfällt (Download-Tool) | Ja |
| JSON-Zuordnung über ZIP-Grenzen hinweg | Nein | Nein | Entfällt | Entfällt | Ja |
| Geschriebene Metadaten | Keine (nur Dateisystem) | Datum + GPS | Bewusst keine | Einbettung beim Download | Alle Felder |
| Zeitzonenkorrektur | Nein | Nein | Entfällt | Entfällt | Ja |
| Live Photos zusammenfügen | Nein | Nein | Nein | Nein | Ja |
| Beschädigte ZIP-Dateien erkennen | Nein | Nein | Entfällt | Entfällt | Ja |
| Pausieren und fortsetzen | Nein | Nein | Ja | Ja | Ja |
| Geschwindigkeit | Ein Thread | Langsamer bei großen Bibliotheken | Durch den Browser begrenzt | Durch den Browser begrenzt | Sehr schnell (mehrere CPU-Kerne) |
| Letzte Aktualisierung | Sept. 2023 | März 2026 | Aktiv | März 2026 | Aktiv |
| Nutzer / Downloads | 160.000+ | ~270 | Neu | ~1.000 | 150.000+ |
Der Weg über die Kommandozeile
Wenn du dich im Terminal wohlfühlst, gibt es kostenlose Tools, mit denen du zumindest einen Teil der Arbeit erledigen kannst. Das grundsätzliche Problem solcher Skripte: Oft werden sie einmal geschrieben, und dann hofft man, dass sie weiter funktionieren. Jemand entwickelt ein Skript für den eigenen Export, es funktioniert mit genau diesem Takeout-Format – und dann ändert Google etwas. Wenn das Tool nicht laufend angepasst wird, was bei den meisten nicht passiert, funktioniert es bei neueren Exporten unbemerkt nicht mehr richtig. Diese Möglichkeiten gibt es:
ExifTool – das Schweizer Taschenmesser (Zusammenbau erforderlich)
ExifTool von Phil Harvey ist der Maßstab für das Lesen und Schreiben von Foto-Metadaten. Es ist kostenlos, quelloffen und läuft auf allen gängigen Plattformen. Wenn es ein Metadatenfeld gibt, kann ExifTool es lesen und schreiben. Auch wir verwenden ExifTool in Metadata Fixer. Es hat Jahre gedauert, bis die Befehle, Sonderfälle und Fehlerbehandlung zuverlässig funktioniert haben.
Genau darin liegt der Unterschied: ExifTool ist ein Werkzeug, keine fertige Lösung. Es ist der Motor, nicht das ganze Auto. Du musst die Skripte selbst schreiben, die mit den Eigenheiten von Google Takeout umgehen – und davon gibt es viele:
- Google kürzt lange Dateinamen bei den JSON-Begleitdateien. Zu
IMG_20190814_vacation_with_family_at_the_beach.jpggehört dann zum Beispiel eine JSON-Datei namensIMG_20190814_vacation_with_family_at_the_b.json. Dein Skript muss damit umgehen können. - Google verteilt Fotos und ihre JSON-Dateien auf verschiedene ZIP-Dateien. Wenn du die ZIP-Dateien einzeln entpackst, landen Fotos und Metadaten möglicherweise nicht im selben Ordner.
- Die Zeitstempel in den JSON-Dateien liegen im Unix-Zeitformat vor, also als Sekunden seit 1970. Der Umgang mit Zeitzonen ist dabei uneinheitlich. Eine einfache Umrechnung liefert UTC-Zeiten statt der Ortszeit am Aufnahmeort.
- ExifTool verarbeitet Dateien in einem einzigen Thread. Bei einer Bibliothek mit 50.000 Fotos dauert das Stunden.
- Du musst zuerst alle ZIP-Dateien entpacken. Für einen 100-GB-Export brauchst du allein zum Entpacken 100 GB freien Speicherplatz.
Geeignet für: Entwickler und Fotografen, die ExifTool bereits kennen und genau kontrollieren möchten, welche Metadatenfelder geschrieben werden. Für eine einmalige Takeout-Reparatur ist das wenig praktisch – es sei denn, du schreibst gern Bash-Skripte.
GooglePhotosTakeoutHelper (GPTH) – das beliebte Tool, das die Metadaten gar nicht repariert
GPTH ist mit über 5.500 GitHub-Sternen und mehr als 160.000 Downloads das beliebteste Open-Source-Tool für diese Aufgabe. Ursprünglich war es ein Python-Skript, wurde dann in Dart neu geschrieben und ist inzwischen als eigenständiges Programm verfügbar. Es nimmt deinen entpackten Takeout-Ordner, ordnet den Fotos ihre JSON-Metadaten zu und sortiert alles in eine chronologische Ordnerstruktur.
Jahrelang wurde dieses Tool in praktisch jedem Reddit-Thread und Forenbeitrag empfohlen. Es kommt mit den häufigsten Takeout-Fällen zurecht und ist völlig kostenlos.
Das Problem: Die letzte Veröffentlichung von GPTH stammt vom September 2023, der letzte Commit vom Januar 2025. Auf GitHub sind 78 Issues ohne Antwort offen. Google hat seitdem das Takeout-Exportformat geändert, und GPTH hat nicht Schritt gehalten:
- Es schreibt keine EXIF-Metadaten. Das ist der entscheidende Punkt. GPTH setzt nur den Zeitstempel „Zuletzt geändert“ im Dateisystem. Es schreibt weder Datumsangaben noch GPS-Koordinaten oder andere Informationen in die EXIF-Daten des Fotos. Wenn du die Dateien in Apple Fotos, Lightroom oder ein NAS importierst, können sie deshalb weiterhin das falsche Datum anzeigen: Diese Anwendungen lesen EXIF-Daten, nicht die Zeitstempel des Dateisystems. Die README verweist darauf, ExifTool anschließend separat von Hand auszuführen.
- Beschreibungen gehen vollständig verloren. Wenn du in Google Fotos Bildunterschriften ergänzt hast – etwa Reisenamen, Namen von Personen oder Notizen zum Moment –, überträgt GPTH sie nirgendwohin. Sie werden ohne Hinweis verworfen.
- Funktioniert bei neuen Takeout-Exporten nicht richtig. Google hat das Namensschema der JSON-Begleitdateien auf
.supplemental-metadata.jsonumgestellt. GPTH findet diese Dateien nicht. Dazu gibt es mehrere offene Issues, aber noch keine übernommene Korrektur. - Alle ZIP-Dateien müssen vorher entpackt werden. Für einen 100-GB-Export brauchst du allein dafür 100 GB freien Speicherplatz.
Geeignet für: kleinere Bibliotheken, bei denen dir die Zeitstempel im Dateisystem genügen und du keine EXIF-Daten brauchst – vorausgesetzt, dein Export nutzt das ältere JSON-Namensschema. Die Grundfunktionen funktionieren noch, mit Fehlerkorrekturen solltest du aber nicht rechnen.
GoogleTakeoutFixer – zwei Monate alt, die Grundlagen noch in Arbeit
GoogleTakeoutFixer ist der jüngste Kandidat: eine im Januar 2026 veröffentlichte Go-Anwendung mit einer einfachen grafischen Oberfläche unter Windows und Kommandozeilen-Unterstützung für Mac und Linux. Sie schreibt EXIF-Metadaten, sortiert Dateien in Jahres- und Monatsordner und verwendet symbolische Links für Albumfotos, um Duplikate zu vermeiden. Zum Stand dieses Vergleichs ist sie zwei Monate alt und wurde rund 270-mal heruntergeladen.
- Auch hier müssen alle ZIP-Dateien vor der Verarbeitung entpackt werden.
- Erhebliche Leistungsprobleme bei großen Bibliotheken. Der Entwickler hat selbst ein Issue eröffnet, weil das Tool bei Bibliotheken über 1 TB zunehmend langsamer wird und die Oberfläche verzögert reagiert. Der Grund: Für jede einzelne Datei liest es dieselben Verzeichnisse erneut vom Datenträger, statt sie im Arbeitsspeicher zwischenzuspeichern. Solche Architekturprobleme zeigen sich oft erst, wenn Nutzer mit ihren tatsächlichen Fotobibliotheken dazukommen.
- Keine Zusammenführung von Live Photos – HEIC- und MOV-Dateien werden getrennt behandelt.
- Keine Erkennung beschädigter Archive.
Geeignet für: kleine bis mittelgroße Bibliotheken, bei denen Entpackzeit und Geschwindigkeit keine große Rolle spielen. Kostenlos und aktiv weiterentwickelt, aber noch am Anfang, was die Sonderfälle großer Bibliotheken angeht.
Weitere Open-Source-Skripte
Auf GitHub gibt es Dutzende kleinere Skripte: google-photos-exif (1.000 Sterne, zuletzt im Mai 2024 aktualisiert), google-photos-takeout-date-fixer (zuletzt 2020 aktualisiert) und viele weitere. Die meisten sind Wochenendprojekte, die das konkrete Problem einer einzelnen Person lösen und seitdem nicht mehr angefasst wurden. In einfachen Fällen funktionieren sie, scheitern aber an Sonderfällen, die erst bei großen, unübersichtlichen Bibliotheken auftauchen.
Wir möchten hier einen möglichst vollständigen Überblick bieten. Allerdings erscheinen jede Woche neue Skripte zum Reparieren von Takeout-Metadaten. Wenn deins hier fehlt, schreib uns an hello@metadatafixer.com, dann schauen wir es uns an.
Der Weg über den Browser: Takeout ganz überspringen
Ein anderer Ansatz: Statt Takeout-Exporte nachträglich zu reparieren, lädst du die Fotos direkt aus Google Fotos herunter, mitsamt ihren Metadaten. Der Haken: Browserbasierte Tools sind von Google abhängig. Entweder lesen sie die Weboberfläche von Google Fotos aus, was bei Änderungen an der Website nicht mehr funktioniert, oder sie nutzen die Google-Fotos-API, die Videos in geringerer Qualität und keine GPS-Daten liefert. Ein cleverer Umweg, aber eben ein Umweg.
Quiver Photos – Download-Tool für eine Nische (50 US-Dollar)
Quiver Photos ist eine Desktop-App eines einzelnen Entwicklers. Eine lebenslange Lizenz kostet 50 US-Dollar, die ersten 1.000 Elemente sind kostenlos. So funktioniert es: Du lädst das Programm herunter, es lädt eine eigene mitgelieferte Version von Chrome nach, du meldest dich darin bei deinem Google-Konto an, und die App liest darüber deine Fotos aus.
- Du meldest dich bei Google in einer Chrome-Version eines Drittanbieters an. Das ist keine Erweiterung aus dem Chrome Web Store, die Googles Prüfverfahren durchläuft. Es ist ein Programm mit geschlossenem Quellcode, das einen eigenen Browser mitbringt und deine Google-Anmeldung verlangt. Bei einer App mit nur wenigen Bewertungen und ohne öffentliches Audit setzt das viel Vertrauen voraus.
- Die Einrichtung kann länger dauern als der eigentliche Download. Du lädst das Programm herunter, wartest auf den langsamen Download der eigenen Chrome-Version, richtest alles ein und meldest dich an. Bis es losgeht, könntest du deine Bibliothek mit einer Browser-Erweiterung schon heruntergeladen haben.
- 50 US-Dollar ist der höchste Preis in diesem Vergleich – für ein Download-Tool, nicht für ein Programm zur Metadaten-Reparatur.
- Dasselbe Ergebnis bekommst du mit Snapback (kostenlos und im Chrome Web Store geprüft) zusammen mit Metadata Fixer – mit einem sichereren Ablauf und weniger Einrichtungsaufwand.
Geeignet für: angesichts der Sicherheitsabwägungen schwer zu empfehlen. Wenn du bereit bist, ein Programm mit geschlossenem Quellcode und eigenem Chrome-Browser auszuführen und dich darin bei Google anzumelden, funktioniert es. Es gibt allerdings sicherere Alternativen.
Proper Takeout – die kostenpflichtige Alternative zum Google-Export
Proper Takeout ist eine Erweiterung für Chrome und Edge, die Fotos direkt über die Weboberfläche von Google Fotos herunterlädt. Du öffnest ein Album oder suchst nach einem Jahr, klickst auf „Takeout“, und die Erweiterung lädt alles mit eingebetteten Metadaten herunter. Keine ZIP-Dateien, keine JSON-Begleitdateien.
- Kostet einmalig 24,99 Euro oder 4,99 Euro pro Monat. Die ersten 100 Elemente sind kostenlos.
- Findet deine Fotos durch Scrollen auf der Google-Fotos-Webseite. Das ist grundsätzlich störanfällig: Wenn Google die Oberfläche ändert, funktioniert die Erweiterung erst wieder, wenn der Entwickler ein Update veröffentlicht.
- Sehr große Bibliotheken lassen sich nicht in einem Durchgang herunterladen. Du suchst nach Jahr oder Album und lädst die Fotos in mehreren Etappen herunter. Die eigene FAQ weist darauf hin, dass der Browser bei großen Downloads möglicherweise nicht mehr reagiert.
- Hilft nicht bei bereits vorhandenen Takeout-Exporten. Wenn du deine ZIP-Dateien schon von Google heruntergeladen hast, kann Proper Takeout sie nicht reparieren. Es ist ein Download-Tool, kein Metadaten-Reparaturprogramm. Das gilt für alle browserbasierten Download-Tools, auch für Snapback.
Geeignet für: alle, die ihren Export noch nicht begonnen haben und Takeout ganz überspringen möchten. Wenn du bereits Takeout-ZIP-Dateien hast, hilft es dir nicht weiter.
Snapback (kostenlos) – der kostenlose Downloader, der bewusst keine Metadaten schreibt
Snapback ist unsere eigene kostenlose Chrome-Erweiterung. Sie lädt Fotos direkt aus Google Fotos herunter: deine gesamte Bibliothek, geteilte Alben oder einzelne Alben, ohne Mengenbegrenzung.
Anders als Proper Takeout versucht Snapback nicht, beim Download Metadaten in die Dateien zu schreiben. Das ist eine bewusste Entscheidung. EXIF-Daten innerhalb einer Browser-Erweiterung zu schreiben, ist störanfällig. Gerade bei den großen Bibliotheken unserer Nutzer treten dabei die größten Probleme auf. Stattdessen lädt Snapback die Dateien in Originalqualität zusammen mit ihren JSON-Begleitdateien herunter. Damit hast du eine saubere Ausgangsbasis. Um die Metadaten in die eigentlichen Dateien einzubetten, verarbeitest du sie anschließend mit Metadata Fixer. Die aufwendige Verarbeitung übernimmt dann eine Desktop-App. Danach kann Snapback alle heruntergeladenen JSON-Begleitdateien mit einem Klick entfernen.
- Dieselbe Einschränkung wie bei Proper Takeout: Als browserbasiertes Tool ist es von Googles Weboberfläche abhängig.
- Lädt Metadaten als JSON-Begleitdateien herunter, statt sie in die Dateien einzubetten. Zum Schreiben der EXIF-Daten ist ein zweiter Schritt nötig.
Geeignet für: alle, die kostenlos aus Google Fotos herunterladen möchten und mit zwei Schritten zurechtkommen: mit Snapback herunterladen, mit Metadata Fixer die Metadaten korrigieren.
Die Desktop-App: Metadata Fixer
Metadata Fixer ist eine Desktop-Anwendung für Mac, Windows und Linux, die speziell für die Reparatur von Google-Takeout-Exporten entwickelt wurde. Seit 2021 hat sie die Bibliotheken von über 150.000 Nutzern verarbeitet.
Der Transparenz halber: Das ist unser eigenes Produkt. Behalte das beim Lesen im Hinterkopf. Wir erklären, was es kann und warum wir es so entwickelt haben. In der Tabelle oben steht es direkt neben den anderen Tools, damit du dir selbst ein Bild machen kannst.
Als wir 2021 mit Metadata Fixer anfingen, war unser Ansatz derselbe wie bei allen anderen: ZIP-Dateien entpacken, JSON-Dateien anhand der Dateinamen den Fotos zuordnen und mit ExifTool die Datumsangaben schreiben. Bei kleinen, sauberen Exporten funktionierte das. Dann kamen Nutzer mit 200-GB-Bibliotheken aus 15 Jahren, Fotos verteilt auf 40 ZIP-Dateien, auf undokumentierte Weise gekürzten Dateinamen und JSON-Namensschemata, die sich von Export zu Export änderten. Wir stellten fest: Der Ansatz „Entpacken und per Skript verarbeiten“ scheitert genau dann, wenn es besonders darauf ankommt – bei unersetzlichen Fotos, deren Metadaten nicht verloren gehen dürfen. Die folgenden Funktionen haben wir entwickelt, um das zu lösen.
Verarbeitet ZIP-Dateien direkt
Du musst nichts entpacken. Zieh deine Takeout-ZIP-Dateien in Metadata Fixer, und die App liest sie direkt ein. Ein 100-GB-Export braucht keine zusätzlichen 100 GB freien Platz zum Entpacken, weil die App aus den komprimierten Archiven liest. Das spart nicht nur einen Arbeitsschritt: So lösen wir auch die Zuordnung über ZIP-Grenzen hinweg. Google verteilt Fotos und ihre JSON-Metadaten auf verschiedene ZIP-Dateien. Bei den anderen Tools musst du alles in einen Ordner entpacken und hoffen, dass die Dateinamen zusammenpassen. Wir lesen alle ZIP-Dateien gleichzeitig, sodass ein Foto in ZIP 3 seine JSON-Datei in ZIP 7 findet.
Außerdem erkennt die App beschädigte ZIP-Dateien vor der Verarbeitung. Wenn ein Takeout-Download unterbrochen oder beschädigt wurde, erfährst du es sofort – nicht erst nach stundenlanger Verarbeitung, wenn du kaputte Fotos entdeckst.
100 % Zuordnung von JSON-Dateien zu Fotos
Über die Jahre haben sich bei Google Takeout viele Eigenheiten angesammelt. Dateinamen werden bei 47 Zeichen abgeschnitten. Gleiche Namen in verschiedenen Alben werden uneinheitlich nummeriert. Bearbeitete Fotos bekommen in manchen Exporten den Zusatz -edited, in anderen nicht. Bei neueren Exporten wurde das JSON-Namensschema auf .supplemental-metadata.json umgestellt. Tools, die nicht angepasst wurden, funktionieren damit nicht mehr. Nach fünf Jahren und 150.000 Nutzern haben wir jede Variante gesehen, die Google ausgeliefert hat – und jedes Foto wird seinen Metadaten zugeordnet.
Schreibt die vollständigen Metadaten
Die meisten Tools schreiben das Datum und sind damit fertig. Metadata Fixer schreibt jedes Feld, das Google in der JSON-Datei exportiert: Aufnahmedatum, GPS-Koordinaten, in Google Fotos ergänzte Beschreibungen, Kamerainformationen und mehr. Deine Bildunterschriften, Standortmarkierungen und Albumnotizen bleiben beim Export vollständig erhalten.
Auch Zeitzonen werden korrigiert. Googles JSON-Zeitstempel sind in UTC gespeichert. Eine einfache Umrechnung führt zu falschen Ortszeiten. Dein Sonnenuntergang am Strand von Bali sollte mit 19:30 Uhr gespeichert sein, nicht mit 11:30 Uhr UTC. Metadata Fixer ermittelt anhand der GPS-Koordinaten aus der JSON-Datei die richtige lokale Zeitzone und schreibt sie in die EXIF-Daten.
Fügt Live Photos wieder zusammen
Wenn du mit einem iPhone Live Photos aufgenommen hast, exportiert Google Takeout das HEIC-Standbild und das zugehörige MOV-Video als getrennte Dateien ohne Verknüpfung. Importierst du sie so in Apple Fotos, erhältst du ein Standbild und einen separaten Drei-Sekunden-Clip. Metadata Fixer verknüpft beide automatisch wieder mit den richtigen Apple-Metadaten. Sie werden dann als ein einziges Live Photo importiert: antippen und gedrückt halten, um die Bewegung zu sehen, genau wie auf deinem iPhone. Kein anderes Tool in diesem Vergleich macht das.
Pausieren, fortsetzen und nach einem Absturz weitermachen
Eine Bibliothek mit 100.000 Fotos braucht Zeit. Ob du den Laptop zuklappst, der Strom ausfällt oder ein Neustart nötig ist: Metadata Fixer macht genau dort weiter, wo es aufgehört hat. Bereits korrigierte Dateien werden nicht erneut verarbeitet, und es besteht kein Risiko, mit nur teilweise verarbeiteten Ausgabedateien dazustehen. Andere Tools verschieben dagegen die Originaldateien und hinterlassen ein halbfertiges Durcheinander, wenn etwas schiefgeht.
Sehr schnell dank mehrerer Prozessorkerne
ExifTool und die meisten Skripte verarbeiten jeweils eine Datei in einem einzigen Thread. Metadata Fixer verteilt die Verarbeitung auf mehrere Prozesse und alle CPU-Kerne: ZIP-Dateien lesen, JSON-Dateien zuordnen, EXIF-Daten schreiben und Live Photos zusammenfügen laufen parallel. Eine Bibliothek, die mit einem Thread Stunden braucht, ist so in einem Bruchteil der Zeit fertig. Auf der Ergebnisseite kannst du in Echtzeit verfolgen, welche Dateien gerade verarbeitet werden und welche Metadaten wiederhergestellt wurden.
Geeignet für: alle, die Takeout-ZIP-Dateien haben und ihre Metadaten ohne technische Einrichtung zuverlässig korrigieren möchten. Besonders hilfreich bei großen Bibliotheken, für Live-Photo-Nutzer und für alle, die schon ein kostenloses Tool ausprobiert haben und an dessen Grenzen gestoßen sind.
Welches Tool passt zu dir?
Das hängt von deiner Situation ab:
- Du entwickelst selbst Software und möchtest volle Kontrolle: Nutze ExifTool. Schreib deine eigenen Skripte und kümmere dich selbst um die Sonderfälle. Dabei lernst du viel über EXIF-Metadaten.
- Du möchtest ein kostenloses Tool und hast eine kleine Bibliothek: Probier GoogleTakeoutFixer aus. Es ist kostenlos und wird aktiv weiterentwickelt. GPTH funktioniert noch in einfachen Fällen, bekommt aber keine Updates mehr.
- Du hast noch nicht exportiert und möchtest Takeout überspringen: Lade mit Snapback kostenlos direkt aus Google Fotos herunter. Verarbeite die Dateien anschließend mit Metadata Fixer, um die Metadaten einzubetten.
- Du hast bereits Takeout-ZIP-Dateien und möchtest sie richtig reparieren: Nutze Metadata Fixer. Es ist das einzige Tool, das ZIP-Dateien direkt verarbeitet, mit allen Eigenheiten von Google umgeht und Live Photos zusammenfügt. Darin stecken fünf Jahre Erfahrung mit der Behebung von Sonderfällen.
Korrigiere die Metadaten deines Google-Takeout-Exports
Metadata Fixer verarbeitet deine Takeout-ZIP-Dateien direkt: ohne Entpacken, Skripte oder Kommandozeile. Zieh deine ZIP-Dateien hinein und erhalte deine Fotos mit richtigem Datum, korrekten Standorten und intakten Live Photos zurück.
Metadata Fixer herunterladenEin Hinweis zu ähnlichen Namen
Im Mac App Store gibt es eine App namens „Metadata Fixer for Takeout“ vom Entwickler 炼 陈 (fireebok.com). Trotz des ähnlichen Namens steht sie in keinerlei Verbindung zu Metadata Fixer. Ihre App-Store-Bewertungen liegen bei ein bis zwei Sternen. Nutzer berichten, dass sie keine EXIF-Daten schreibt und die Links „Support“ und „Website“ ins Leere führen. Wir erwähnen das, weil sich Nutzer deswegen irrtümlich an unseren Support gewandt haben. Wenn du das echte Metadata Fixer suchst, bist du hier richtig. Du kannst es hier herunterladen.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich Google-Takeout-Metadaten kostenlos reparieren?
Ja. ExifTool ist kostenlos und quelloffen. GooglePhotosTakeoutHelper ist ebenfalls ein kostenloses, eigenständiges Programm, das ursprünglich in Python geschrieben und später in Dart neu entwickelt wurde. Beide erfordern technische Vorbereitung: Bei ExifTool musst du die Befehle selbst schreiben, bei GPTH zuerst alle ZIP-Dateien entpacken. Metadata Fixer bietet eine kostenlose Variante, die eine begrenzte Anzahl von Dateien ohne Einrichtung verarbeitet.
Muss ich ZIP-Dateien vor der Metadaten-Reparatur entpacken?
Bei den meisten Tools ja. ExifTool, GooglePhotosTakeoutHelper und GoogleTakeoutFixer setzen voraus, dass du zuerst alle ZIP-Dateien entpackst. Bei großen Bibliotheken kann das Stunden dauern und den doppelten Speicherplatz benötigen. Metadata Fixer ist das einzige Tool, das ZIP-Dateien direkt verarbeitet, ohne sie vorher zu entpacken.
Kann ExifTool Google-Takeout-Metadaten reparieren?
ExifTool kann EXIF-Daten aus JSON-Dateien in Fotos schreiben. Die Befehle musst du allerdings selbst schreiben. Google Takeout hat einige Eigenheiten: gekürzte Dateinamen, auf verschiedene ZIP-Dateien verteilte Metadaten und uneinheitliche JSON-Formate. Deshalb reicht ein einfacher ExifTool-Einzeiler nicht aus. Die meisten schreiben am Ende Skripte mit mehreren Schritten – oder geben auf.
Wird GooglePhotosTakeoutHelper noch gepflegt?
Die letzte Veröffentlichung (v3.4.3) stammt vom September 2023, der letzte Commit vom Januar 2025. Auf GitHub sind 78 Issues ohne Antwort offen. Außerdem funktioniert das Tool nicht richtig mit neueren Takeout-Exporten, die Googles neues Namensschema .supplemental-metadata.json verwenden. GPTH schreibt zudem keine EXIF-Metadaten, sondern setzt nur die Zeitstempel im Dateisystem. Viele Foto-Apps ignorieren diese.
Reparieren Browser-Erweiterungen wie Proper Takeout die Metadaten?
Proper Takeout und Snapback laden Fotos direkt aus Google Fotos herunter und umgehen Takeout vollständig. Dabei bleiben die Metadaten erhalten. Sie reparieren aber keine Dateien, die du bereits über Takeout exportiert hast. Wenn du schon Takeout-ZIP-Dateien hast, brauchst du ein Tool zur Metadaten-Reparatur statt eines Download-Tools.
Welche Metadaten exportiert Google Takeout eigentlich?
Google Takeout exportiert Metadaten in separaten JSON-Begleitdateien neben deinen Fotos. Diese enthalten das ursprüngliche Aufnahmedatum, GPS-Koordinaten, Beschreibungen und weitere Angaben. Das Problem: Diese Metadaten sind nicht in die Fotodateien eingebettet, sondern liegen in separaten .json-Dateien, die die meisten Foto-Apps nicht lesen können.
Warum habe ich nach dem Takeout-Export mehr Dateien als Fotos in meiner Bibliothek?
Google Takeout erstellt für jedes Foto und Video eine JSON-Begleitdatei. Aus einer Bibliothek mit 10.000 Fotos werden dadurch über 20.000 Dateien. Alben bringen zusätzliche Kopien mit, bearbeitete Fotos weitere Versionen. Ein Tool zur Metadaten-Reparatur sollte diese zusätzlichen Dateien nach der Verarbeitung aufräumen.