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Google Takeout: Metadaten-Tools und Alternativen im Vergleich
Fakten geprüft am 8. Oktober 2026 · Lesezeit: 12 Minuten
Du hast deine Fotobibliothek aus Google Fotos mit Takeout exportiert. Jetzt hast du einen Stapel ZIP-Dateien, Tausende rätselhafte JSON-Begleitdateien und Fotos, die alle das heutige Datum anzeigen statt ihres Aufnahmedatums. Du brauchst ein Tool, das das in Ordnung bringt.
Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: leistungsfähige Kommandozeilen-Tools, Browser-Erweiterungen und spezialisierte Desktop-Apps. Hier erfährst du, was die einzelnen Tools gut können, wo ihre Grenzen liegen und welches zu deiner Situation passt.
Die Tools im direkten Vergleich
Hier findest du den Überblick. Weiter unten gehen wir auf jedes Tool im Detail ein.
| GPTH (Fork) | GoogleTakeoutFixer | Snapback | Proper Takeout | Metadata Fixer | |
|---|---|---|---|---|---|
| Typ | Kommandozeile / interaktive Abfragen | Desktop-App (grafische Oberfläche) | Chrome-Erweiterung | Chrome-Erweiterung | Desktop-App |
| Preis | Kostenlos | Kostenlos | Kostenlos | 24,99 Euro | 39 US-Dollar (lebenslange Lizenz) |
| Quelloffen | Ja | Ja | Nein | Nein | Nein |
| Technische Basis | Dart | Go | JavaScript | JavaScript | Electron + ExifTool |
| ZIP-Dateien direkt verarbeiten | Entpackt sie zuerst | Nein | Entfällt (Download-Tool) | Entfällt (Download-Tool) | Ja |
| JSON-Zuordnung über ZIP-Grenzen hinweg | Nach dem Entpacken | Nein | Entfällt | Entfällt | Ja |
| Geschriebene Metadaten | Datum, GPS, Beschreibungen (Nicht-JPEG über ExifTool) | Datum + GPS | Bewusst keine | Einbettung beim Download | Alle Felder |
| Zeitzonenkorrektur | Nicht dokumentiert | Nein | Entfällt | Entfällt | Ja |
| Live Photos zusammenfügen | Nein (bleiben getrennte Dateien) | Nein | Nein | Nein | Ja |
| Beschädigte ZIP-Dateien erkennen | Nicht dokumentiert | Nein | Entfällt | Entfällt | Ja |
| Pausieren und fortsetzen | Nicht dokumentiert | Nein | Ja | Ja | Ja |
| Geschwindigkeit | Schneller mit installiertem 7-Zip | Langsamer bei großen Bibliotheken | Durch den Browser begrenzt | Durch den Browser begrenzt | Sehr schnell (mehrere CPU-Kerne) |
| Letzte Aktualisierung | Sept. 2026 (v6.4.0) | März 2026 (v1.4.0) | Aktiv | März 2026 | Aktiv |
| Nutzer / Downloads | 337 GitHub-Sterne | 181 GitHub-Sterne | Neu | ~1.000 | 150.000+ |
Die GPTH-Spalte beschreibt den gepflegten Fork von Xentraxx. „Nicht dokumentiert“ bedeutet, dass die README des Projekts dazu nichts sagt. Die Angaben zu den Open-Source-Projekten wurden am 8. Oktober 2026 auf der jeweiligen GitHub-Seite geprüft.
Der Weg über die Kommandozeile
Wenn du dich im Terminal wohlfühlst, gibt es kostenlose Tools, mit denen du zumindest einen Teil der Arbeit erledigen kannst. Das grundsätzliche Problem solcher Skripte: Oft werden sie einmal geschrieben, und dann hofft man, dass sie weiter funktionieren. Jemand entwickelt ein Skript für den eigenen Export, es funktioniert mit genau diesem Takeout-Format – und dann ändert Google etwas. Wenn das Tool nicht laufend angepasst wird, was bei den meisten nicht passiert, funktioniert es bei neueren Exporten unbemerkt nicht mehr richtig. Diese Möglichkeiten gibt es:
ExifTool – das Schweizer Taschenmesser (Zusammenbau erforderlich)
ExifTool von Phil Harvey ist der Maßstab für das Lesen und Schreiben von Foto-Metadaten. Es ist kostenlos, quelloffen und läuft auf allen gängigen Plattformen. Wenn es ein Metadatenfeld gibt, kann ExifTool es lesen und schreiben. Auch wir verwenden ExifTool in Metadata Fixer. Es hat Jahre gedauert, bis die Befehle, Sonderfälle und Fehlerbehandlung zuverlässig funktioniert haben.
Genau darin liegt der Unterschied: ExifTool ist ein Werkzeug, keine fertige Lösung. Es ist der Motor, nicht das ganze Auto. Du musst die Skripte selbst schreiben, die mit den Eigenheiten von Google Takeout umgehen – und davon gibt es viele:
- Google kürzt lange Dateinamen bei den JSON-Begleitdateien. Zu
IMG_20190814_vacation_with_family_at_the_beach.jpggehört dann zum Beispiel eine JSON-Datei namensIMG_20190814_vacation_with_family_at_the_b.json. Dein Skript muss damit umgehen können. - Google verteilt Fotos und ihre JSON-Dateien auf verschiedene ZIP-Dateien. Wenn du die ZIP-Dateien einzeln entpackst, landen Fotos und Metadaten möglicherweise nicht im selben Ordner.
- Die Zeitstempel in den JSON-Dateien liegen im Unix-Zeitformat vor, also als Sekunden seit 1970. Der Umgang mit Zeitzonen ist dabei uneinheitlich. Eine einfache Umrechnung liefert UTC-Zeiten statt der Ortszeit am Aufnahmeort.
- ExifTool verarbeitet Dateien in einem einzigen Thread. Bei einer Bibliothek mit 50.000 Fotos dauert das Stunden.
- Du musst zuerst alle ZIP-Dateien entpacken. Für einen 100-GB-Export brauchst du allein zum Entpacken 100 GB freien Speicherplatz.
Geeignet für: Entwickler und Fotografen, die ExifTool bereits kennen und genau kontrollieren möchten, welche Metadatenfelder geschrieben werden. Für eine einmalige Takeout-Reparatur ist das wenig praktisch – es sei denn, du schreibst gern Bash-Skripte.
GooglePhotosTakeoutHelper (GPTH) – der kostenlose Favorit für die Kommandozeile (nimm den gepflegten Fork)
GPTH ist das Open-Source-Tool, das in den meisten Reddit-Threads für Google Takeout empfohlen wird. Inzwischen gibt es zwei Versionen, die du kennen solltest, und der Unterschied ist wichtig:
- Das Original (TheLastGimbus/GooglePhotosTakeoutHelper) hat seit v3.4.3 im September 2023 keine neue Version veröffentlicht, der letzte Commit stammt vom Januar 2025. Laut README setzt es für jede Datei das Änderungsdatum („Zuletzt geändert“) und führt das Zurückschreiben der JSON-Daten in die EXIF-Daten als offene Aufgabe. Apps, die EXIF-Daten lesen (Apple Fotos, Lightroom, die meisten NAS-Programme), können deshalb weiterhin das falsche Datum anzeigen.
- Der gepflegte Fork (Xentraxx/GooglePhotosTakeoutHelper, v6.4.0 veröffentlicht im September 2026) schreibt standardmäßig Datum, GPS-Koordinaten und Beschreibungen in die EXIF-Daten. JPEG-Dateien verarbeitet er selbst; für HEIC, PNG und Videos muss ExifTool installiert sein. Er kann deine Takeout-ZIP-Dateien selbst entpacken (schneller mit 7-Zip), entfernt identische Duplikate anhand eines Inhalts-Hashes und bietet mehrere Album-Modi.
Wo der Fork mehr von dir verlangt:
- Er läuft im Terminal. Es gibt einen Modus mit interaktiven Abfragen, aber keine grafische Oberfläche.
- Er entpackt zuerst alles auf die Festplatte. Du brauchst also zusätzlich zu den ZIP-Dateien freien Speicherplatz für den entpackten Export.
- Live Photos bleiben zwei getrennte Dateien. Laut README werden Bild- und Videoteil von Apple Live Photos getrennt durchgereicht; die Modi für Pixel-Bewegungsfotos bezeichnet sie als noch in Arbeit.
- Vollständige Metadaten nur mit ExifTool. Ohne ExifTool werden Beschreibungen, Datum und GPS-Daten nur in JPEG-Dateien geschrieben.
Geeignet für: alle, die sich auf der Kommandozeile wohlfühlen, genug Speicherplatz haben und ein kostenloses Open-Source-Tool möchten. Achte darauf, den gepflegten Fork herunterzuladen und nicht das Original von 2023.
GoogleTakeoutFixer – eine neuere kostenlose Option mit Windows-Oberfläche
GoogleTakeoutFixer ist eine im Januar 2026 veröffentlichte Go-Anwendung mit einer einfachen grafischen Oberfläche unter Windows und Kommandozeilen-Unterstützung für Mac und Linux. Sie schreibt Datum und GPS-Daten in die EXIF-Daten, sortiert Dateien in Jahres- und Monatsordner und verwendet symbolische Links für Albumfotos, um Duplikate zu vermeiden. Die neueste Version ist v1.4.0 (März 2026), der jüngste Commit stammt vom Mai 2026.
- Alle ZIP-Dateien müssen vor der Verarbeitung entpackt werden.
- Laut den aktuellen Release Notes können einzelne Dateien unbemerkt übersprungen werden. Prüfe deshalb danach die Anzahl der Dateien.
- Die Leistung bei sehr großen Bibliotheken ist ein bekanntes Problem. Der Entwickler hat selbst ein Issue eröffnet, weil das Tool bei Bibliotheken über 1 TB langsamer wird und die Oberfläche verzögert reagiert.
- Keine Zusammenführung von Live Photos – HEIC- und MOV-Dateien werden getrennt behandelt.
Geeignet für: Windows-Nutzer mit kleinen bis mittelgroßen Bibliotheken, die eine kostenlose App mit einfacher Oberfläche möchten und das Ergebnis selbst überprüfen können.
Weitere Open-Source-Skripte
Auf GitHub gibt es Dutzende kleinere Skripte: google-photos-exif (1.000 Sterne, zuletzt im Mai 2024 aktualisiert), google-photos-takeout-date-fixer (zuletzt 2020 aktualisiert) und viele weitere. Die meisten sind Wochenendprojekte, die das konkrete Problem einer einzelnen Person lösen und seitdem nicht mehr angefasst wurden. In einfachen Fällen funktionieren sie, scheitern aber an Sonderfällen, die erst bei großen, unübersichtlichen Bibliotheken auftauchen.
Wir möchten hier einen möglichst vollständigen Überblick bieten. Allerdings erscheinen jede Woche neue Skripte zum Reparieren von Takeout-Metadaten. Wenn deins hier fehlt, schreib uns an hello@metadatafixer.com, dann schauen wir es uns an.
Der Weg über den Browser: Takeout ganz überspringen
Ein anderer Ansatz: Statt Takeout-Exporte nachträglich zu reparieren, lädst du die Fotos direkt aus Google Fotos herunter, mitsamt ihren Metadaten. Der Haken: Browserbasierte Tools sind von Google abhängig. Entweder lesen sie die Weboberfläche von Google Fotos aus, was bei Änderungen an der Website nicht mehr funktioniert, oder sie nutzen die Google-Fotos-API, die Videos in geringerer Qualität und keine GPS-Daten liefert. Ein cleverer Umweg, aber eben ein Umweg.
Quiver Photos – Download-Tool für eine Nische (50 US-Dollar)
Quiver Photos ist eine Desktop-App eines einzelnen Entwicklers. Eine lebenslange Lizenz kostet 50 US-Dollar, die ersten 1.000 Elemente sind kostenlos. So funktioniert es: Du lädst das Programm herunter, es lädt eine eigene mitgelieferte Version von Chrome nach, du meldest dich darin bei deinem Google-Konto an, und die App liest darüber deine Fotos aus.
- Du meldest dich bei Google in einer Chrome-Version eines Drittanbieters an. Das ist keine Erweiterung aus dem Chrome Web Store, die Googles Prüfverfahren durchläuft. Es ist ein Programm mit geschlossenem Quellcode, das einen eigenen Browser mitbringt und deine Google-Anmeldung verlangt. Bei einer App mit nur wenigen Bewertungen und ohne öffentliches Audit setzt das viel Vertrauen voraus.
- Die Einrichtung kann länger dauern als der eigentliche Download. Du lädst das Programm herunter, wartest auf den langsamen Download der eigenen Chrome-Version, richtest alles ein und meldest dich an. Bis es losgeht, könntest du deine Bibliothek mit einer Browser-Erweiterung schon heruntergeladen haben.
- 50 US-Dollar ist der höchste Preis in diesem Vergleich – für ein Download-Tool, nicht für ein Programm zur Metadaten-Reparatur.
- Dasselbe Ergebnis bekommst du mit Snapback (kostenlos und im Chrome Web Store geprüft) zusammen mit Metadata Fixer – mit einem sichereren Ablauf und weniger Einrichtungsaufwand.
Geeignet für: angesichts der Sicherheitsabwägungen schwer zu empfehlen. Wenn du bereit bist, ein Programm mit geschlossenem Quellcode und eigenem Chrome-Browser auszuführen und dich darin bei Google anzumelden, funktioniert es. Es gibt allerdings sicherere Alternativen.
Proper Takeout – die kostenpflichtige Alternative zum Google-Export
Proper Takeout ist eine Erweiterung für Chrome und Edge, die Fotos direkt über die Weboberfläche von Google Fotos herunterlädt. Du öffnest ein Album oder suchst nach einem Jahr, klickst auf „Takeout“, und die Erweiterung lädt alles mit eingebetteten Metadaten herunter. Keine ZIP-Dateien, keine JSON-Begleitdateien.
- Kostet einmalig 24,99 Euro oder 4,99 Euro pro Monat. Die ersten 100 Elemente sind kostenlos.
- Findet deine Fotos durch Scrollen auf der Google-Fotos-Webseite. Das ist grundsätzlich störanfällig: Wenn Google die Oberfläche ändert, funktioniert die Erweiterung erst wieder, wenn der Entwickler ein Update veröffentlicht.
- Sehr große Bibliotheken lassen sich nicht in einem Durchgang herunterladen. Du suchst nach Jahr oder Album und lädst die Fotos in mehreren Etappen herunter. Die eigene FAQ weist darauf hin, dass der Browser bei großen Downloads möglicherweise nicht mehr reagiert.
- Hilft nicht bei bereits vorhandenen Takeout-Exporten. Wenn du deine ZIP-Dateien schon von Google heruntergeladen hast, kann Proper Takeout sie nicht reparieren. Es ist ein Download-Tool, kein Metadaten-Reparaturprogramm. Das gilt für alle browserbasierten Download-Tools, auch für Snapback.
Geeignet für: alle, die ihren Export noch nicht begonnen haben und Takeout ganz überspringen möchten. Wenn du bereits Takeout-ZIP-Dateien hast, hilft es dir nicht weiter.
Snapback (kostenlos) – der kostenlose Downloader, der bewusst keine Metadaten schreibt
Snapback ist unsere eigene kostenlose Chrome-Erweiterung. Sie lädt Fotos direkt aus Google Fotos herunter: deine gesamte Bibliothek, geteilte Alben oder einzelne Alben, ohne Mengenbegrenzung.
Anders als Proper Takeout versucht Snapback nicht, beim Download Metadaten in die Dateien zu schreiben. Das ist eine bewusste Entscheidung. EXIF-Daten innerhalb einer Browser-Erweiterung zu schreiben, ist störanfällig. Gerade bei den großen Bibliotheken unserer Nutzer treten dabei die größten Probleme auf. Stattdessen lädt Snapback die Dateien in Originalqualität zusammen mit ihren JSON-Begleitdateien herunter. Damit hast du eine saubere Ausgangsbasis. Um die Metadaten in die eigentlichen Dateien einzubetten, verarbeitest du sie anschließend mit Metadata Fixer. Die aufwendige Verarbeitung übernimmt dann eine Desktop-App. Danach kann Snapback alle heruntergeladenen JSON-Begleitdateien mit einem Klick entfernen.
- Dieselbe Einschränkung wie bei Proper Takeout: Als browserbasiertes Tool ist es von Googles Weboberfläche abhängig.
- Lädt Metadaten als JSON-Begleitdateien herunter, statt sie in die Dateien einzubetten. Zum Schreiben der EXIF-Daten ist ein zweiter Schritt nötig.
Geeignet für: alle, die kostenlos aus Google Fotos herunterladen möchten und mit zwei Schritten zurechtkommen: mit Snapback herunterladen, mit Metadata Fixer die Metadaten korrigieren.
Die Desktop-App: Metadata Fixer
Metadata Fixer ist eine Desktop-Anwendung für Mac, Windows und Linux, die speziell für die Reparatur von Google-Takeout-Exporten entwickelt wurde. Seit 2021 hat sie die Bibliotheken von über 150.000 Nutzern verarbeitet.
Der Transparenz halber: Das ist unser eigenes Produkt. Behalte das beim Lesen im Hinterkopf. Wir erklären, was es kann und warum wir es so entwickelt haben. In der Tabelle oben steht es direkt neben den anderen Tools, damit du dir selbst ein Bild machen kannst.
Als wir 2021 mit Metadata Fixer anfingen, war unser Ansatz derselbe wie bei allen anderen: ZIP-Dateien entpacken, JSON-Dateien anhand der Dateinamen den Fotos zuordnen und mit ExifTool die Datumsangaben schreiben. Bei kleinen, sauberen Exporten funktionierte das. Dann kamen Nutzer mit 200-GB-Bibliotheken aus 15 Jahren, Fotos verteilt auf 40 ZIP-Dateien, auf undokumentierte Weise gekürzten Dateinamen und JSON-Namensschemata, die sich von Export zu Export änderten. Wir stellten fest: Der Ansatz „Entpacken und per Skript verarbeiten“ scheitert genau dann, wenn es besonders darauf ankommt – bei unersetzlichen Fotos, deren Metadaten nicht verloren gehen dürfen. Die folgenden Funktionen haben wir entwickelt, um das zu lösen.
Verarbeitet ZIP-Dateien direkt
Du musst nichts entpacken. Zieh deine Takeout-ZIP-Dateien in Metadata Fixer, und die App liest sie direkt ein. Ein 100-GB-Export braucht keine zusätzlichen 100 GB freien Platz zum Entpacken, weil die App aus den komprimierten Archiven liest. Das spart nicht nur einen Arbeitsschritt: So lösen wir auch die Zuordnung über ZIP-Grenzen hinweg. Google verteilt Fotos und ihre JSON-Metadaten auf verschiedene ZIP-Dateien. Bei den meisten anderen Tools entpackst du zuerst alles in einen Ordner und verlässt dich darauf, dass die Dateinamen zusammenpassen. Wir lesen alle ZIP-Dateien gleichzeitig, sodass ein Foto in ZIP 3 seine JSON-Datei in ZIP 7 findet.
Außerdem erkennt die App beschädigte ZIP-Dateien vor der Verarbeitung. Wenn ein Takeout-Download unterbrochen oder beschädigt wurde, erfährst du es sofort – nicht erst nach stundenlanger Verarbeitung, wenn du kaputte Fotos entdeckst.
Gründliche Zuordnung von JSON-Dateien zu Fotos
Über die Jahre haben sich bei Google Takeout viele Eigenheiten angesammelt. Dateinamen werden bei 47 Zeichen abgeschnitten. Gleiche Namen in verschiedenen Alben werden uneinheitlich nummeriert. Bearbeitete Fotos bekommen in manchen Exporten den Zusatz -edited, in anderen nicht. Bei neueren Exporten wurde das JSON-Namensschema auf .supplemental-metadata.json umgestellt. Tools, die nicht angepasst wurden, funktionieren damit nicht mehr. Nach fünf Jahren und 150.000 Nutzern haben wir viele der Varianten gesehen, die Google ausgeliefert hat. Was sich trotzdem nicht zuordnen lässt, wird gemeldet, damit du genau weißt, was du prüfen solltest.
Schreibt die vollständigen Metadaten
Die meisten Tools schreiben das Datum und sind damit fertig. Metadata Fixer schreibt jedes Feld, das Google in der JSON-Datei exportiert: Aufnahmedatum, GPS-Koordinaten, in Google Fotos ergänzte Beschreibungen, Kamerainformationen und mehr. Deine Bildunterschriften, Standortmarkierungen und Albumnotizen bleiben beim Export vollständig erhalten.
Auch Zeitzonen werden korrigiert. Googles JSON-Zeitstempel sind in UTC gespeichert. Eine einfache Umrechnung führt zu falschen Ortszeiten. Dein Sonnenuntergang am Strand von Bali sollte mit 19:30 Uhr gespeichert sein, nicht mit 11:30 Uhr UTC. Metadata Fixer ermittelt anhand der GPS-Koordinaten aus der JSON-Datei die richtige lokale Zeitzone und schreibt sie in die EXIF-Daten.
Fügt Live Photos wieder zusammen
Wenn du mit einem iPhone Live Photos aufgenommen hast, exportiert Google Takeout das HEIC-Standbild und das zugehörige MOV-Video als getrennte Dateien ohne Verknüpfung. Importierst du sie so in Apple Fotos, erhältst du ein Standbild und einen separaten Drei-Sekunden-Clip. Metadata Fixer verknüpft beide automatisch wieder mit den richtigen Apple-Metadaten. Sie werden dann als ein einziges Live Photo importiert: antippen und gedrückt halten, um die Bewegung zu sehen, genau wie auf deinem iPhone. Kein anderes Tool in diesem Vergleich macht das.
Pausieren, fortsetzen und nach einem Absturz weitermachen
Eine Bibliothek mit 100.000 Fotos braucht Zeit. Ob du den Laptop zuklappst, der Strom ausfällt oder ein Neustart nötig ist: Metadata Fixer macht genau dort weiter, wo es aufgehört hat. Bereits korrigierte Dateien werden nicht erneut verarbeitet, und es besteht kein Risiko, mit nur teilweise verarbeiteten Ausgabedateien dazustehen. Andere Tools verschieben dagegen die Originaldateien und hinterlassen ein halbfertiges Durcheinander, wenn etwas schiefgeht.
Sehr schnell dank mehrerer Prozessorkerne
ExifTool und die meisten Skripte verarbeiten jeweils eine Datei in einem einzigen Thread. Metadata Fixer verteilt die Verarbeitung auf mehrere Prozesse und alle CPU-Kerne: ZIP-Dateien lesen, JSON-Dateien zuordnen, EXIF-Daten schreiben und Live Photos zusammenfügen laufen parallel. Eine Bibliothek, die mit einem Thread Stunden braucht, ist so in einem Bruchteil der Zeit fertig. Auf der Ergebnisseite kannst du in Echtzeit verfolgen, welche Dateien gerade verarbeitet werden und welche Metadaten wiederhergestellt wurden.
Geeignet für: alle, die Takeout-ZIP-Dateien haben und ihre Metadaten ohne technische Einrichtung zuverlässig korrigieren möchten. Besonders hilfreich bei großen Bibliotheken, für Live-Photo-Nutzer und für alle, die schon ein kostenloses Tool ausprobiert haben und an dessen Grenzen gestoßen sind.
Welches Tool passt zu dir?
Das hängt von deiner Situation ab:
- Du entwickelst selbst Software und möchtest volle Kontrolle: Nutze ExifTool. Schreib deine eigenen Skripte und kümmere dich selbst um die Sonderfälle. Dabei lernst du viel über EXIF-Metadaten.
- Du möchtest ein kostenloses Tool und das Terminal schreckt dich nicht ab: Nutze den gepflegten GPTH-Fork mit installiertem ExifTool. Unter Windows und mit einer kleineren Bibliothek ist GoogleTakeoutFixer eine kostenlose Option mit einfacher Oberfläche.
- Du hast noch nicht exportiert und möchtest Takeout überspringen: Lade mit Snapback kostenlos direkt aus Google Fotos herunter. Verarbeite die Dateien anschließend mit Metadata Fixer, um die Metadaten einzubetten.
- Du hast bereits Takeout-ZIP-Dateien und möchtest sie richtig reparieren: Nutze Metadata Fixer. Es liest die ZIP-Dateien ohne Entpacken, fügt Live Photos zusammen und erkennt beschädigte Archive. Darin stecken fünf Jahre Erfahrung mit der Behebung von Sonderfällen. Probier es zuerst kostenlos mit 100 Dateien aus.
Korrigiere die Metadaten deines Google-Takeout-Exports
Metadata Fixer verarbeitet deine Takeout-ZIP-Dateien direkt: ohne Entpacken, Skripte oder Kommandozeile. Zieh deine ZIP-Dateien hinein und erhalte deine Fotos mit richtigem Datum, korrekten Standorten und intakten Live Photos zurück.
Metadata Fixer herunterladenEin Hinweis zu ähnlichen Namen
Im Mac App Store gibt es eine App namens „Metadata Fixer for Takeout“ vom Entwickler 炼 陈 (fireebok.com). Trotz des ähnlichen Namens steht sie in keinerlei Verbindung zu Metadata Fixer. Ihre App-Store-Bewertungen liegen bei ein bis zwei Sternen. Nutzer berichten, dass sie keine EXIF-Daten schreibt und die Links „Support“ und „Website“ ins Leere führen. Wir erwähnen das, weil sich Nutzer deswegen irrtümlich an unseren Support gewandt haben. Wenn du das echte Metadata Fixer suchst, bist du hier richtig. Du kannst es hier herunterladen.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich Google-Takeout-Metadaten kostenlos reparieren?
Ja. ExifTool ist kostenlos und quelloffen, du musst die Befehle aber selbst schreiben. Der gepflegte Fork von GooglePhotosTakeoutHelper (GPTH) ist ein kostenloses Kommandozeilen-Tool, das Datum, GPS-Daten und Beschreibungen zurück in deine Dateien schreibt; für andere Formate als JPEG muss dafür ExifTool installiert sein. Auch GoogleTakeoutFixer ist kostenlos. Metadata Fixer bietet eine kostenlose Demo, die bis zu 100 Dateien ohne Einrichtung verarbeitet.
Muss ich ZIP-Dateien vor der Metadaten-Reparatur entpacken?
Bei den meisten Tools ja. ExifTool und GoogleTakeoutFixer erwarten einen entpackten Ordner. Der gepflegte GPTH-Fork kann die ZIP-Dateien zwar selbst entpacken, schreibt sie dafür aber zuerst vollständig auf die Festplatte. Metadata Fixer liest direkt aus den ZIP-Dateien. Ein 100-GB-Export braucht deshalb keine weiteren 100 GB freien Speicherplatz.
Kann ExifTool Google-Takeout-Metadaten reparieren?
ExifTool kann EXIF-Daten aus JSON-Dateien in Fotos schreiben. Die Befehle musst du allerdings selbst schreiben. Google Takeout hat einige Eigenheiten: gekürzte Dateinamen, auf verschiedene ZIP-Dateien verteilte Metadaten und uneinheitliche JSON-Formate. Deshalb reicht ein einfacher ExifTool-Einzeiler nicht aus. Die meisten schreiben am Ende Skripte mit mehreren Schritten – oder geben auf.
Wird GooglePhotosTakeoutHelper noch gepflegt?
Das ursprüngliche Repository von TheLastGimbus nicht: Die letzte Veröffentlichung (v3.4.3) stammt vom September 2023, der letzte Commit vom Januar 2025, und es setzt nur das Änderungsdatum der Dateien, statt EXIF-Daten zu schreiben. Ein von Xentraxx gepflegter Community-Fork ist dagegen aktiv (v6.4.0, veröffentlicht im September 2026). Der Fork schreibt Datum, GPS-Koordinaten und Beschreibungen in die EXIF-Daten, bei JPEG direkt und bei anderen Formaten über ExifTool. Fakten geprüft am 8. Oktober 2026.
Was ist der Unterschied zwischen GPTH und Metadata Fixer?
GPTH ist ein kostenloses Open-Source-Kommandozeilen-Tool, das deinen Takeout-Export entpackt, Metadaten schreibt (bei Nicht-JPEG-Dateien mit ExifTool) und die Dateien in Ordner sortiert. Metadata Fixer ist eine kostenpflichtige Desktop-App mit grafischer Oberfläche, die die ZIP-Dateien ohne Entpacken liest, Bild- und Videodatei von Live Photos wieder zusammenfügt, beschädigte ZIP-Dateien erkennt und sich pausieren und fortsetzen lässt. Wenn du dich im Terminal wohlfühlst und genug Speicherplatz hast, ist GPTH eine vernünftige kostenlose Wahl.
Reparieren Browser-Erweiterungen wie Proper Takeout die Metadaten?
Proper Takeout und Snapback laden Fotos direkt aus Google Fotos herunter und umgehen Takeout vollständig. Dabei bleiben die Metadaten erhalten. Sie reparieren aber keine Dateien, die du bereits über Takeout exportiert hast. Wenn du schon Takeout-ZIP-Dateien hast, brauchst du ein Tool zur Metadaten-Reparatur statt eines Download-Tools.
Welche Metadaten exportiert Google Takeout eigentlich?
Google Takeout exportiert Metadaten in separaten JSON-Begleitdateien neben deinen Fotos. Diese enthalten das ursprüngliche Aufnahmedatum, GPS-Koordinaten, Beschreibungen und weitere Angaben. Das Problem: Diese Metadaten sind nicht in die Fotodateien eingebettet, sondern liegen in separaten .json-Dateien, die die meisten Foto-Apps nicht lesen können.
Warum habe ich nach dem Takeout-Export mehr Dateien als Fotos in meiner Bibliothek?
Google Takeout erstellt für jedes Foto und Video eine JSON-Begleitdatei. Aus einer Bibliothek mit 10.000 Fotos werden dadurch über 20.000 Dateien. Alben bringen zusätzliche Kopien mit, bearbeitete Fotos weitere Versionen. Ein Tool zur Metadaten-Reparatur sollte diese zusätzlichen Dateien nach der Verarbeitung aufräumen.